…und schon hatte sich der Ärger über den gesperrten Zugang und die Blechlawinen gelegt! Ich hatte meine „Secret Pancake rocks“ gefunden, die ich ganz alleine ohne Touristenmassen genießen konnte!
Natürlich habe ich mir trotzdem noch die Attraktion „Pancake Rocks“ angesehen, die auch tatsächlich sehr sehenswert war…
Vorbei an noch viel mehr wunderschöner Küstenstraße…
…und einer kleinen Stärkung in einer Bakery in Westport, war die Küstenstraße leider bereits gefahren, wurde jedoch nach 20 Kilometern Landpassage durch eine kurvenreiche Gebirgsstraße (Tolle Mischung, wenn man beides in unmittelbarer Nähe hat :-)) mit weiten Aussichten auf urige Wälder ersetzt….
Gut eine Stunde, nachdem ich Westport verlassen hatte, tat sich dann eine Ebene auf, in der das Tagesziel „Karamea“ lag…
Ein ruhiger Ort mit nur wenigen Häusern, die wild verstreut an der Hauptstraße und wenigen Stichstraßen verteilt stehen.
Zu drei Seiten von Nationalparks mit hoch herausragenden bewaldeten Bergen umgeben. Zur vierten Seite dann das Meer mit unverbauten natürlichen Schilffeldern und Stränden…
..“Welcome to Paradise“ sagt das Ortsschild…. „könnte hinkommen“, dachte ich mir. 🙂
Das Hotel (ja – hatte mir diesmal zwei Nächte Halbpension für rd. 90 NZD / Nacht gegönnt :-)) war genau wie das Ortseingangsschild nur schwer zu übersehen.
So bunt das Hotel von außen, so entspannt war die Atmosphäre innen.
Man konnte schon riechen, dass das Abendessen zubereitet wurde und mehrere Gäste hielten sich in freudiger Erwartung im bunt mit Kunst verschiedenster Art dekorierten Aufenthaltsraum auf, wo ich mich sogleich nach dem Beziehen meines Zimmers hinzugesellte…..
…und ehe ich mich versah in einem interessanten Gespräch mit einem französischen Pärchen befand, die hier zum „Wwoofing“ (World Wide Opportunities on Organic Farms – jedoch synonym für jede Art der Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung genutzt) waren und vor ihrer Reise von unbestimmter Dauer ihre gut bezahlten Jobs gekündigt hatten….
…wir wurden unterbrochen vom servierfertigen Essen und es gesellten sich sogleich alle Gäste des kleinen Hotels an einen langen Holztisch, wo auch Paul, der Besitzer des Hotels und ehemaliger Redakteur der größten japanischen Zeitung, in guter Gastgebermanier sich mit seiner Frau hinzugesellte und sich an den Gesprächen am Tisch erfreute.
Nach einem fantastischen Essen komplett aus dem hoteleigenem Permakulturgarten sowie eigener Schlachtung, vielen Interessanten Gesprächen u.A. auch mit Britta (einer Professorin für Animation und Spieledesign) und Martin (einem Filmemacher) sowie der gerade vom Heaphy Trek gekommenen australischen Studentin Maggy, krönte sich der Tag mit einem schönen Spaziergang zusammen mit Maggy bei Sonnenuntergang am Strand von Karamea.
Als ich später im Bett lag, dachte ich mir nur „was ein magischer Ort“!
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- Nach einem 15 minütigen Spaziergang durch den Wald erreichte ich den Zugang zur großen vom Operara river in den Fels gewaschenen Unterführung….
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- Zur anderen Seite hinaus sah ich dann noch einen der hier weit verbreiteten großen Aale vorbeischwimmen…
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- Beim Überqueren der Unterführung begleitete mich noch dieser kleine, sehr zutrauliche Fantail. Immer in der Hoffnung ich scheuche ein paar Insekten als Beute für ihn auf.
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- Zu Abschluss der Wanderung durch das frei zugängliche Gebiet fand sich noch eine frei zugängliche, aber eher unspektakuläre Höhle.
Auf dem Rückweg machte ich noch einen kleinen Umweg zum nördlichsten Ende aller Straßen der Westküste (und dem Anfang bzw. dem Ende des bekannten 5 Tages Treks – dem Heaphy Trek) – dem nur von vereinzelten campenden Touristen „bewohnten“ Ort Kohaihai.
Da auch hier ein Fluss seinen Weg ins Meer suchte, versuchte ich mein Anglerglück mit dem Ergebnis: einen Spinner verloren und einen untermaßigen Fisch kurz vorm Ufer vom Haken sausen sehen.
„Nicht so dramatisch“ dachte ich mir. Cool, auch dieses kleine, schöne Fleckchen Erde gesehen zu haben und das Essen wartet ja bereits im Hotel auf mich!

Pünktlich um 10 traf ich am Parkplatz des Operara Basins auf die Tourführerin und da die beiden anderen Teilnehmer bereits da waren, ging es auch sogleich los…
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- Laut unserem Tourguide Yvonne ein erster Bonus auf dieser Tour: Eine der sehr seltenen „Blue ducks“ wackelte gemütlich durchs Kiesbett eines kleinen Bachs…
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- Und auch ein kleiner Robin gesellte sich zu uns… so zutraulich, dass er bei einer der Frauen, die die Tour mitmachten die Schnürsenkel genauer untersuchte 🙂
Nach dem kurzen 45 minütigen Fußmarsch trafen wir dann an der Höhle ein und begannen sogleich nach dem Anlegen der Schutzhelme diese zu erkunden…
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- Der sehr weiche und leicht lösliche Limestone reichert sich im Wasser an und bildet beim Runtertropfen die bizarrsten Formen aus…
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- …hingegen recht ungewöhnlich diese „Elephantenfüße“ die echt so aussehen, als wäre hier ein Elephant eingemauert..
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- …Hier ein besonders spannendes Gebilde: ein großer Stalakmit, der vom bräunlichen, gelegentlich vorbeifließenden Operara River eingefärbt und mitgeformt wurde..
Neben den steinernen Gebilden hatte die Höhle allerdings auch lebende, ehemals lebende und pflanzliche Besonderheiten zu bieten…
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- …dieser „kleine“ Moa hatte vor hunderten von Jahren etwas Pech, als er über eine der vielen Spalten in der Höhle landete und hier sein Ende fand…
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- …überall in der Höhle vertreten sind die Glühwürmchen, die leuchtend darauf warten, dass sich ein Insekt vom Licht angezogen in ihren klebrigen, glasperlenartigen Fäden verfängt..
