Hawaii – der Stopover, auf den ich mich am meisten gefreut habe!
Nach einer recht guten Nacht im Waikiki Beachside Hostel und einem kontinentalen Frühstück im Hostel (Toast mit Erdnussbutter oder wahlweise Marmelade, dazu dünner Kaffee) habe ich für den ersten Tag bereits einen Plan. Im Zimmer habe ich Makoto – einen Japaner, der für einen 4 tägigen Kurztripp die rd. 9 Stunden Flugzeit von Japan auf sich genommen hat – kennengelernt. Im Gegensatz zu mir hatte er sich Gedanken darüber gemacht, wie er den Tag verbringen will und da sein Plan gut klang, schloss ich mich ihm einfach an.
Erster Tagesordnungspunkt: Diamond Head – Ein Vulkankrater in unmittelbarer Nähe zu Waikiki Beach.
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- Von den Teil des Kraterrandes, auf den man die Scharen von Touristen hochkraxeln lässt, hat man einen sehr schönen Ausblick auf den lang erloschenen und somit von viel Grün bedeckten Krater sowie an diesem Tag eine herrliche Fernsicht auf weitere Teile der Insel Oahu.
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- Aber auch die Nahe Aussicht ist sehr sehenswert. Vor allem die Farbe des Wassers ist so, wie man es sich vorstellt und aus Reiseprospekten kennt..
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- Ein Blick auf das Epi-Zentrum der sehr touristisch geprägten Insel – Ein Blick auf Wakiki Beach mit seinen schier unzähligen Hotelanlagen und im Hintergrund die Hochhäuser von Honolulu
Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man ringsherum so schöne Aussichten hat.
Als wir zurück an der Busstation ankamen, waren bereits knapp 3 Stunden seit unseres Aufbruchs im Hostel vergangen und das kontinentale Frühstück vermag nicht mehr länger ein Sättigungsgefühl aufrechterhalten zu können.
Auch hierfür hat Makoto einen Plan und so setzen wir uns in den Bus und fahren zu einem Einkaufszentrum in Wakiki, bei dessen Foodcorner man wirklich eine große Auswahl hat.
Da mir nach ein paar Tagen USA nicht mehr wirklich nach Burger ist, entscheide ich mich für etwas leichtes aus dem asiatischen Raum. Makoto hingegen, der dieses Essen ja jeden Tag hat ist natürlich mehr danach etwas vom „guten“ einheimischen Essen zu kosten. Was im Ergebnis dazu führt, dass ein Japaner und ein Deutscher an einem Tisch sitzen und der Deutsche mit den Stäbchen futtert und der Japaner den dicken Burger in der Hand hält. Bestimmt ein lustiges Bild für den aufmerksamen Beobachter um uns herum, vor allem weil meine Technik mit Stäbchen zu essen noch nicht so ganz ausgereift ist:
Nächster Punkt der Tagesordnung: Pearl Harbour.
Leider sind die Öffnungszeiten (schließt um 17 Uhr) dort nicht an unser doch recht träges Vorankommen (was auch an der guten Stunde Busfahrt dorthin lag) angepasst und so haben wir genau noch eine Stunde um „alles“ zu sehen, was natürlich unmöglich ist. Zum Glück sind ein paar Bereiche an dieser Gedenkstätte kostenlos zugänglich und so begnügen wir uns mit einem kurzen Spaziergang über das Gelände und einer kleinen Tour durch ein Gebäude, das ein paar Ausstellungsstücke und etwas zur Geschichte hinter Pearl Harbour und dem Angriff der Japaner auf diesen Militärhafen während des zweiten Weltkriegs beinhaltet.
Wirklich spannend ist es in der Tat mit einem Japaner an diesem Ort zu sein – ich weiß nicht, was in japanischen Schulen zu diesem historischen Ereignis unterrichtet wird und somit seinem Kenntnissstand entspricht, jedoch ist es sehr interessant zu beobachten gewesen, wie sich Makoto über jede zweite Infotafel entweder amüsiert oder aufregt.
Leider fehlte ihm der englische Wortschatz um näher zu spezifizieren, was er im Einzelnen gedacht hat. Das hätte mich wirklich interessiert…
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- Ein Überblick über den Hafen von Pearl Harbour. Mit der inzwischen vorhandenen Straße auf der rechten Seite und ohne die Kriegsschiffe (nunja, dank der Japaner sind diese ja nicht mehr vorhanden) kann man sich leider echt nur schwer vorstellen, wie das alles mal ausgesehen haben muss. Dafür sind jedoch auf dem Gelände ausreichend Infotafeln vorhanden, die da der Vorstellungskraft auf die Sprünge helfen.
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- Hier musste ich schon alles an Zoom einsetzen, was meine Kamera zu bieten hat. Dies ist die Gedenkstätte des Kriegsschiffes Arizona, welches immer noch am Grund des Hafens liegt und noch mehr als 1000 nicht geborgene Soladten aus der damaligen Zeit beinhaltet. Wären wir früh genug dagewesen, hätte man diesen Teil des Geländes kostenlos und sogar inklusive Überfahrt gezeigt bekommen.
Nachdem wir diesen Punkt der Agenda erledigt haben, sollte es nun zum krönenden Abschluss in den Maonalua Garden gehen, wo ein riesiger Affenbrotbaum steht, der bei den Japanern als „Hitachi Tree“ sehr bekannt ist. Lt. Google Maps hätte die Busverbindung ein perfektes Timing gehabt für eine super Lichtstimmung und einen schönen Sonnenuntergang an diesem magischen Ort, jedoch ließ uns nach dem Umsteigen der Busfahrer des Anschlussbusses einfach am Straßenrand stehen.
Pech gehabt – also zurück ins Hostel. Viel mehr gab es dann auch nicht mehr zu berichten.
Am nächsten Tag ist Makoto abgereist und mir war nach dem vorherigen Tag eher nach etwas Ruhe. So habe ich neben ein zwei Stündchen am Strand und einem kleinen Spaziergang hier und da mich vor allem der Planung für die kommenden Tage gewidmet, da ich nicht nur eine der hawaiianischen bereisen wollte.
Am Nachmittag hat mich dann doch nochmal der Tatendrang gepackt und ich habe mich abermals auf gemacht und den großen Baum im Maonalua Garden zu bewundern. Und? Wieder nix! nachdem ich pünktlich zur besten Zeit den Bus verlassen hatte und der weiteren Wegbeschreibung von Google Maps vertraute, musste ich feststellen, dass dort, wo mich Google Maps entlang schicken wollte gar kein Weg war. Nach ca. einer Stunde blöden umherlaufens gab ich schließlich auf und kehrte ins Hostel zurück.
Daher gibt´s in der folgenden Bildergalerie leider kein tolles Foto vom Hitachi Tree sondern nur ein paar Impressionen von meinen Spaziergängen an diesem Tag:
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- …der sich durch Luftwurzeln, die von seinen Ästen herunterwachsen in die breite Entwickelt. Mal eine ganz andere Wachstumstechnik der Natur…
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- Solche Früchte könnte auch eure Yuccapalme tragen, wenn ihr sie nur gut genug pflegt (und vielleicht ein Klima wie auf Hawaii im Wohnzimmer habt…)
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- Wenn auch keine schöne Lichstimmung an Hitachi Tree, dann wenigstens auf dem Rückweg noch ein Foto mit schöner Kulisse für die hintergründige Lichtstimmung…
Zum Abschluss dieses doch wieder sehr groß geratenen Beitrags noch etwas allgemeines zu meinen beiden Tagen auf Oahu: Das Wetter war echt fantastisch. 27 – 30° C stets begleitet von einem angenehmen sanften Wind ließen es einen ganz gut dort aushalten. Die Wassertemparatur gefühlt wie im Schwimmbad. Etwas störend auf der am meisten besuchten Insel Hawaiis ist jedoch, dass diese sehr überlaufen ist, was man auch an den Hotelpreisen sehen kann: 100 Euro aufwärts für ein 2 Sterne Hotel und selbst im Hostel ist man mit knapp 40 Euro dabei ..
4 Kommentare
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Hi Daniel
wirklich super, Deine Reiseberichte!
Ich gebe zu, dass ich neidisch darauf bin, dass Du das so durchziehst.
Go for it, Phileas Fogg!
Viele Grüße
Gerd
Autor
Hey Gerd,
vielen Dank für dein Lob!
Den Vergleich mit „in 80 Tagen um die Welt“ finde ich gut… hatte schon drüber nachgedacht, meinen Blog so zu nennen 🙂
Liebe Grüße
Daniel
Verdammr, 100,00 € aufwärts…? Wenn ich Zeit hab, bedauer ich dich rin bis
HEUL DOCH!?
Alter, du bist auf Hawai! Genieße die Zeit und scheiß auf den Übernachtungspreis!….. Wenn ich Zeit hab, bedauer ich dich ein bißchen…
Atme die Sekunden tief ein!
Wie ist eigentlich der Sternenhimmel da unten?
Das sind ganz andere SternenBilder als hier.
Tu dir (und mir…) doch einen Gefallen, und mach ein paar Bilder von Sternenbildern, wenn der Himmel klar ist.
Guckst du z.B. hier:
https://fotoschule.fotocommunity.de/sterne-fotografieren-von-der-planung-bis-zum-fertigen-bild/
Guck mal, ob du irgendwie in Kontakt mit echten Hawaianern kommst, z.B. in der Kneipe?
Mal überlegt, irgendwo privat zu übernachten à la AirBnB?
Aus mir spricht der pure Neid ?!
27 Grad… pfffff….?
Autor
Hey Claude mein gutes Gewissen in allen Lebenslagen 😉
Aber zunächst: Keep Calm!
Ich fands nur erwähnenswert, dass auf Hawaii ein heftiges Preisgefüge besteht. Vielleicht stolpert ja mal jemand über die Google-Suche pber diese Seite, für den könnte das schon interessant sein …
AirBnB hab ich auf „Big Island“ gemacht… (Der Beitrag dazu folgt gleich…)
Der Sternenhimmel ist sagenhaft unfassbar hammermäßig genial!! Foto´s davon ist ne gute Idee, aber nicht mehr auf Hawaii, da ich inzwischen ja schon in Neuseeland bin. Aber hier gibt es ja auch abgelegene Gegenden … Morgen geht´s in eine solche 😉
In diesem Sinne… bis neulich 🙂